XIII. Die Sonne ist noch kalt

Die Sonne ist noch kalt

Wie lange habe ich mich nach ihr gesehnt,

ob auf freiem Felde oder im Wald,

wie oft habe ich den Himmel angefleht,

mir einen einzigen hellen Strahl zu schenken,

ein kurzes Aufblitzen, um mich zu meinem Weg zu lenken.

 

Doch nichts kam,

was ich wahrnahm,

war stilles Dunkel, tiefe Schwärze,

im Außen genauso wie in meinem Herzen.

 

Und jetzt steht sie über mir

und stellt sich über mich.

Ich blicke hoch zu ihr,

meinen Weg sehe ich nicht. 

 

Sie lacht mich an, lacht mich aus,

zwingt mich hoch, zieht mich raus.

Und ich zittere, bin steif,

als ich schließlich begreif',

sie spielt mit mir, trügt mich,

lockt mit ihrem hellen Licht,

doch die Wärme bleibt aus.

Ich gehe frierend nach Haus'.

 

Die Sonne ist noch kalt

Hör', wie ihr Lachen schallt

Sieh', wie sich am Firmament

ihr Grinsen in den Himmel brennt

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